Saatgut

VERSANDZEIT: ENDE NOVEMBER 2018 BIS MITTE MÄRZ 2019

0 Anmerkungen zur Keimung und Pflanzenentwicklung 2017

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Keimproben Ende März 2017  Die Bilder zeigen Jungpflanzen nur von meinem eigenem Saatgut. Die Bilder zu meinen Keimproben von 95 % meines Sortimentes finden Sie hier: Keimproben 2017.

Eckinfos zu den Keimproben:
Von Ende März bis Anfang April 2017 führte ich Keimproben meines Versandsaatgutbestandes aus. Zum Thema späte oder mangelhafte Keimung erreichten mehr Anfragen als üblich. Da ich seit 2000 immer schon eigenes Saatgut mit guten Erfolg für meine Jungpflanzen verwende und ebenso viele gute Rückmeldungen von meinen Kunden bekam wollte ich der Sache auf den Grund gehen. 2016 hatte ich meine Verpackung auf lebensmittelechte Natronpapriertüten umgestellt und wollte auch da in Bezug auf die Keimfähigkeit sichergehen:


Je eine Versandpackung säte ich in einem 9 cm Topf mit normal gedüngter Blumenerde. Das Saatgut hatte ich teilweise mit mehreren Milimetern Erde wieder zu dicht abgedeckt. Ich bin zu ungeduldig. Anfangs standen die Platten halbschattig im unbeheizten Foliengewächshaus und bekamen aus Zeitmangel ein paar kalte aber frostfreie Nächte ab. Erst einige Tage später stellte ich sie in die ca. 20°C warme Kinderstube. Es waren keine perfekten Keimbedingungen.

Das Ergebnis vorweg: Die Keimung erfolgte wie schon in 2016 sehr anfangs sehr zögerlich aber doch innerhalb von 4 Wochen mehr als vollständig. Warme Außentemperaturen beschleunigen den Keimvorgang. Der April 2017 war sehr kalt und brachte viele Frostnächte. Die Samen ruhten und wer schon gekeimt hatte stagnierte im Wachstum bis Anfang Mai. Erst als im Mai die Temperaturen anstiegen und es auch endlich regnete explodierten die Pflanzen im Wachstum. Von vielen Sorten waren über 25 – 30 Pflanzen im topf, obwohl ich die Menge mit 12 -20 Korn je Portion im Shop angebe.


Nach drei Wochen fotografierte ich die Keimproben und stellte sie in den unbeheitzten Frühbeetkasten. Wiederum erfroren einige Jungpflanzen während der kalte Nächte Ende April. Interessant war das einige Sorten die Kälte besser vertrugen als andere. Ich ließ die Töpfe aus Zeitmangel einfach bis Ende Mai im Kasten stehen und sah das sich noch viele Nachzügler in den Töpfen entwickelten und ebenso das sich viele Pflanzen regenerierten. Einige dieser 10 cm kleinen Winzlinge habe ich aus Experimentierlust in den Garten gesetzt. Sie holten im Wachstum rasch auf, manche taten es erst nach einer zweiwöchigen Stagnation. Im Vergleich zu den Vorjahren sind die Sorten Ende Juni nur 2 Wochen in ihrer Entwicklung in meinem Garten zurück.


Diese Aufnahmen zeigen einen Eindruck nach den ersten drei Wochen.  Viele Pflanzen keimten noch üppig nach, so das ich einen Topf 25 bis sogar 30 Keimlinge per Saatguttüte hatte. Meine Portionen gebe ich mit 12 -20 Korn an. Anfang Mai waren die meisten Töpfe randvoll mit den Pflanzen. Von den Blindgängern mit wenig Erfolg mache ich noch einmal Keimproben um hektische Aussaatfehler zu vermeiden. Bereits diese Aufnahmen zeigen das mein Saatgut überwiegend gut keimt.

Viele Keimverzögerungen haben definitiv mit der Kälte zu tun. Ich mische die Erde meiner Aussaatgefäße unter meine Erde für die Sommerkulturen und oft gehen im Mai noch viele Spätzügler von Gurken, Zucchini, Paprika, Tomaten auf...
Leider hatte ich in der Frühjahrshektik nicht alle Saatgutproben fotografiert und auch keine weiteren Aufnahmen mehr gemacht. Das war schlecht für mich.
Insbesondere die Paprika und Chili kamen im Mai gut nach und auch die Auberginen. Gurken haben sich in dem Jahr ohnehin sehr gut entwickelt. Alleine vom schärfefreien Chili `Riot`habe ich etwa 30 Pflänzchen. Der `Tscheschische frühe Paprika` ging im Vergleich zu meinem Archivsaatgut nach drei Wochen gut auf und bereits Anfang Juli tragen die jetzt 30 cm hohen Pflanzen ca. 10 cm lange Früchte im Freiland!

Meine Ernte von Tomaten und Auberginen wird 2017 zur dritten Juliwoche beginnen. Das sind 1 -2 Wochen später als in warmen Jahren. Bei mir im Garten, vor allem im Gewächshaus, ist immer alles etwas später, da ich nach der Verkaufsaison erst mal wieder meinen Garten pflanzfertig richten muss.

Mehr zur zögerlichen Pflanzenentwicklung der letzten 2 Jahre lesen Sie hier nach: http://www.lilatomate.de/tomatologie-1-anbau/aussaat-und-jungpflanzenanzucht/jungpflanzenanzucht-2017/


http://www.lilatomate.de/tomatologie-1-anbau/aussaat-und-jungpflanzenanzucht/keimverhalten-von-tomatensamen-laesst-oft-auf-die-ernte-schliessen/



Weiterer Wachstumsverlauf

Ab der zweiten Maiwoche explodierten die Pflanzen im Wachstum dank der warm feuchten Witterung. Meine Auberginen setzte ich als nur 5 -10 cm kleine Winzlinge ins Freiland. Bereits ab Mitte Juli erntete ich von den inzwischen 70 -80 cm hohen, buschigen Pflanzen reichlich 10 -30 cm große Früchte. Wenig später reiften die Tomaten um ab Anfang August mit einer Rekordernte an aromatischen Früchten aufzuwarten. Die Ernte ging im Freiland bis Anfang Oktober.

Mein Fazit: Was bringen mir Pflanzen die zwar super regelmäßig im Februar keimen, die aber dann im April reihenweise in den kalten Nächten erfrieren. Unter geheizten Gewächshausbedingungen mag eine Kulturverfrühung sehr sinnvoll sein. Doch im Hausgarten sehe ich bei den wenigsten die Möglichkeiten noch mehr Geld in Gewächshausheizungen zu stecken. Wo sollen 20 - 50 cm hohe Tomatenjungpflanzen ohne die Möglichkeit eines beheizten Kleingewächshauses oder Wintergarten bei einem langen kalten Frühjahr denn gut gedeihen? Unserer Wohnräume sind trotz in der Regel zu dunkel. Die Pflanzen werden lang und gakelig. Mit dem Wissen das meine Pflanzen unter günstigen Bedingungen schnell wachsen ist für mich eine Aussaat vor Anfang/Mitte März blödsinnig. Tomatenjungpflanzen brauchen von der Aussaat bis zum pflanzfertigen Zustand 6-8 Wochen. In meiner ganzen 20 Jährigen Tomatenanbaupraxis brachte nur 1x, im Jahr 2009, ein frühes Auspflanzen ins Freiland eine frühere Ernte.  Im unbeheitzen Gewächshaus sieht es anders aus, aber auch dort macht ein Aussetzen vor Mitte April wenig Sinn.
1-2 Richtig kalte Nächte Anfang Mai mit -5 °C können die ganze Arbeit zunichte machen. Wer experimentierfreudig ist sollte seine Tomatenjungpflanzen von Mitte Februar bis Mitte April in mehreren Sätzen aussähen und entsprechend später pflanzen. Vielleicht wird diese Vorgehensweise bei dem ständigen Wetterwechseln bald notwendig sein.

Zusatzinformation

Zusatzinformation

Fruchtgröße xxx
Fruchttyp xxx
Fruchteigenschaften xxx
Geschmack xxx
Farbe xxx
Musterung xxx
Pflanzhöhe xxx
Wuchsform xxx
Pflanzeneigenschaften xxx
Erntezeit xxx
Besondere Sorteneigenschaften xxx
Lieferzeit Nein
Beschreibung

Details

Keimproben Ende März 2017  Die Bilder zeigen Jungpflanzen nur von meinem eigenem Saatgut. Die Bilder zu meinen Keimproben von 95 % meines Sortimentes finden Sie hier: Keimproben 2017.

Eckinfos zu den Keimproben:
Von Ende März bis Anfang April 2017 führte ich Keimproben meines Versandsaatgutbestandes aus. Zum Thema späte oder mangelhafte Keimung erreichten mehr Anfragen als üblich. Da ich seit 2000 immer schon eigenes Saatgut mit guten Erfolg für meine Jungpflanzen verwende und ebenso viele gute Rückmeldungen von meinen Kunden bekam wollte ich der Sache auf den Grund gehen. 2016 hatte ich meine Verpackung auf lebensmittelechte Natronpapriertüten umgestellt und wollte auch da in Bezug auf die Keimfähigkeit sichergehen:


Je eine Versandpackung säte ich in einem 9 cm Topf mit normal gedüngter Blumenerde. Das Saatgut hatte ich teilweise mit mehreren Milimetern Erde wieder zu dicht abgedeckt. Ich bin zu ungeduldig. Anfangs standen die Platten halbschattig im unbeheizten Foliengewächshaus und bekamen aus Zeitmangel ein paar kalte aber frostfreie Nächte ab. Erst einige Tage später stellte ich sie in die ca. 20°C warme Kinderstube. Es waren keine perfekten Keimbedingungen.

Das Ergebnis vorweg: Die Keimung erfolgte wie schon in 2016 sehr anfangs sehr zögerlich aber doch innerhalb von 4 Wochen mehr als vollständig. Warme Außentemperaturen beschleunigen den Keimvorgang. Der April 2017 war sehr kalt und brachte viele Frostnächte. Die Samen ruhten und wer schon gekeimt hatte stagnierte im Wachstum bis Anfang Mai. Erst als im Mai die Temperaturen anstiegen und es auch endlich regnete explodierten die Pflanzen im Wachstum. Von vielen Sorten waren über 25 – 30 Pflanzen im topf, obwohl ich die Menge mit 12 -20 Korn je Portion im Shop angebe.

Nach drei Wochen fotografierte ich die Keimproben und stellte sie in den unbeheitzten Frühbeetkasten. Wiederum erfroren einige Jungpflanzen während der kalte Nächte Ende April. Interessant war das einige Sorten die Kälte besser vertrugen als andere. Ich ließ die Töpfe aus Zeitmangel einfach bis Ende Mai im Kasten stehen und sah das sich noch viele Nachzügler in den Töpfen entwickelten und ebenso das sich viele Pflanzen regenerierten. Einige dieser 10 cm kleinen Winzlinge habe ich aus Experimentierlust in den Garten gesetzt. Sie holten im Wachstum rasch auf, manche taten es erst nach einer zweiwöchigen Stagnation. Im Vergleich zu den Vorjahren sind die Sorten Ende Juni nur 2 Wochen in ihrer Entwicklung in meinem Garten zurück.

Diese Aufnahmen zeigen einen Eindruck nach den ersten drei Wochen.  Viele Pflanzen keimten noch üppig nach, so das ich einen Topf 25 bis sogar 30 Keimlinge per Saatguttüte hatte. Meine Portionen gebe ich mit 12 -20 Korn an. Anfang Mai waren die meisten Töpfe randvoll mit den Pflanzen. Von den Blindgängern mit wenig Erfolg mache ich noch einmal Keimproben um hektische Aussaatfehler zu vermeiden. Bereits diese Aufnahmen zeigen das mein Saatgut überwiegend gut keimt.

Viele Keimverzögerungen haben definitiv mit der Kälte zu tun. Ich mische die Erde meiner Aussaatgefäße unter meine Erde für die Sommerkulturen und oft gehen im Mai noch viele Spätzügler von Gurken, Zucchini, Paprika, Tomaten auf...
Leider hatte ich in der Frühjahrshektik nicht alle Saatgutproben fotografiert und auch keine weiteren Aufnahmen mehr gemacht. Das war schlecht für mich.
Insbesondere die Paprika und Chili kamen im Mai gut nach und auch die Auberginen. Gurken haben sich in dem Jahr ohnehin sehr gut entwickelt. Alleine vom schärfefreien Chili `Riot`habe ich etwa 30 Pflänzchen. Der `Tscheschische frühe Paprika` ging im Vergleich zu meinem Archivsaatgut nach drei Wochen gut auf und bereits Anfang Juli tragen die jetzt 30 cm hohen Pflanzen ca. 10 cm lange Früchte im Freiland!

Meine Ernte von Tomaten und Auberginen wird 2017 zur dritten Juliwoche beginnen. Das sind 1 -2 Wochen später als in warmen Jahren. Bei mir im Garten, vor allem im Gewächshaus, ist immer alles etwas später, da ich nach der Verkaufsaison erst mal wieder meinen Garten pflanzfertig richten muss.

Mehr zur zögerlichen Pflanzenentwicklung der letzten 2 Jahre lesen Sie hier nach: http://www.lilatomate.de/tomatologie-1-anbau/aussaat-und-jungpflanzenanzucht/jungpflanzenanzucht-2017/

http://www.lilatomate.de/tomatologie-1-anbau/aussaat-und-jungpflanzenanzucht/keimverhalten-von-tomatensamen-laesst-oft-auf-die-ernte-schliessen/


Weiterer Wachstumsverlauf

Ab der zweiten Maiwoche explodierten die Pflanzen im Wachstum dank der warm feuchten Witterung. Meine Auberginen setzte ich als nur 5 -10 cm kleine Winzlinge ins Freiland. Bereits ab Mitte Juli erntete ich von den inzwischen 70 -80 cm hohen, buschigen Pflanzen reichlich 10 -30 cm große Früchte. Wenig später reiften die Tomaten um ab Anfang August mit einer Rekordernte an aromatischen Früchten aufzuwarten. Die Ernte ging im Freiland bis Anfang Oktober.

Mein Fazit: Was bringen mir Pflanzen die zwar super regelmäßig im Februar keimen, die aber dann im April reihenweise in den kalten Nächten erfrieren. Unter geheizten Gewächshausbedingungen mag eine Kulturverfrühung sehr sinnvoll sein. Doch im Hausgarten sehe ich bei den wenigsten die Möglichkeiten noch mehr Geld in Gewächshausheizungen zu stecken. Wo sollen 20 - 50 cm hohe Tomatenjungpflanzen ohne die Möglichkeit eines beheizten Kleingewächshauses oder Wintergarten bei einem langen kalten Frühjahr denn gut gedeihen? Unserer Wohnräume sind trotz in der Regel zu dunkel. Die Pflanzen werden lang und gakelig. Mit dem Wissen das meine Pflanzen unter günstigen Bedingungen schnell wachsen ist für mich eine Aussaat vor Anfang/Mitte März blödsinnig. Tomatenjungpflanzen brauchen von der Aussaat bis zum pflanzfertigen Zustand 6-8 Wochen. In meiner ganzen 20 Jährigen Tomatenanbaupraxis brachte nur 1x, im Jahr 2009, ein frühes Auspflanzen ins Freiland eine frühere Ernte.  Im unbeheitzen Gewächshaus sieht es anders aus, aber auch dort macht ein Aussetzen vor Mitte April wenig Sinn.
1-2 Richtig kalte Nächte Anfang Mai mit -5 °C können die ganze Arbeit zunichte machen. Wer experimentierfreudig ist sollte seine Tomatenjungpflanzen von Mitte Februar bis Mitte April in mehreren Sätzen aussähen und entsprechend später pflanzen. Vielleicht wird diese Vorgehensweise bei dem ständigen Wetterwechseln bald notwendig sein.

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